„Wir wissen, wer der Feind ist.“ – Bill McKibbens Appell, sich gegen die Energiekonzerne der Welt zu erheben

Wir sind umgezogen: http://power-shift.de.

5 thoughts on “„Wir wissen, wer der Feind ist.“ – Bill McKibbens Appell, sich gegen die Energiekonzerne der Welt zu erheben

  1. Sie, bzw. Bill McKibben wissen also, „wer der Feind ist“. Wenn das wirklich so ist, frage ich mich, warum Sie sich so auf Energiekonzerne und fossile Brennstoffe eingeschossen haben, und warum in Ihrem Blog nirgends etwas zur miesen Klimabilanz tierischer Konsumgüter gesagt wird. Die gelten schließlich längst als schlimmster Klimafeind, als Hauptverursacher für die Vernichtung des Regenwalds und etlichen weiteren Katastrophen, darunter auch Verschwendung von pflanzlichen Kalorien (Stichwort „Ressourcen“!), die in der Tierindustrie hauptsächlich in wasser- und bodenvergiftende Scheiße umgewandelt wird. Ein Blog „zur Klima-, Ressourcen- & Umweltgerechtigkeit“ erwähnt darüber rein gar nichts? Meine Suche verlief jedenfalls ergebnislos. Fleisch? (Gen-)Soja? Gülle? Methan? Nichts! Zwar sprechen Sie an wenigstens einer Stelle allgemein von Treibhausgasen. Vielleicht sind damit ganz nebenbei auch die Emissionen aus der Tierindustrie gemeint – vielleicht aber auch nicht. Einem so entscheidenden Verursacher des Klimawandels, der Ressourcenverschwendung und Umwelt-UNgerechtigkeit sollte ein Blog wie Ihrer permanent und ganz ausdrücklich zum Thema haben. Warum tut er das nicht?

    Fossile Brennstoffe sind ohne Frage kritisch. Aber wie stehen Sie zur noch fataleren Energiegewinnung aus Zuckerrohr, Mais & Co.? Auch hier liefert die Suchfunktion kein Ergebnis, dabei wäre es für einen Blog „zur Klima-, Ressourcen- & Umweltgerechtigkeit“ doch sehr angebracht, über die Folgen wie Welthunger und die Vernichtung intakter Ökosysteme hinzuweisen. Lediglich der Begriff „Agroplantagen“ rückt die Thematik in einem Artikel beiläufig ins Blickfeld, wird aber mit den ergänzenden Worten „fragwürdige Projekte“ absolut unzureichend problematisiert.

    Dafür, dass Ihr Blog so halbwegs allumfassend erscheinen möchte (nochmal: “ Klima-, Ressourcen- & Umweltgerechtigkeit“), vernachlässigt er allem Anschein nach sehr zentrale Themen. Möglicherweise haben Sie noch gar nicht mitgekriegt, dass Klima und Natur inzwischen ganz andere, gefährlichere Feinde haben.
    Schade auch, dass es darum offenbar an keiner Stelle in Ihrem Blog einen Appell an den Einzelnen, an den Konsumenten nämlich, gibt, natur- und klimaschädliche Konsumgüter wie beispielsweise tierische Produkte und Palmöl zu boykottieren oder ggf. auf umweltfreundlichere, fairere Alternativen im Bereich Elektrogeräte umzusteigen.

    • Danke für den Kommentar! Wir freuen uns über Debatten zu unseren Beiträgen und zu den von uns angesprochenen Themen.
      Aber wir bitten zu bedenken:
      – Solche Diskussionen und Kommentare können sehr gut ohne wechselseitige Beschimpfungen und Unterstellungen von Inkompetenz auskommen.
      – Unser Blog erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit und Behandlung aller klima-, ressourcen- oder umweltrelevanten Themen. So etwas können wir schon mangels ausreichender Kapazitäten nicht leisten – ist aber auch überhaupt nicht Aufgabe und Funktion eines Blogs. Zu den von Ihnen angesprochenen Themen gibt es anderswo sehr kompetente gute Infos. Die Mühe eines weiteren Durchsuchens unseres Blogs nach Ihren Themenwünschen können Sie sich daher sparen.
      – Appelle an das Konsumverhalten Einzelner werden Sie auch zukünftig nicht auf unserem Blog oder in der sonstigen politischen Arbeit von PowerShift finden. Zwar sind wir (fast alle) Vegetarier, beziehen Ökostrom etc. – aber als politische Strategie halten wir den Appell an Konsumverhalten und ‚KonsumentInnenmacht‘ für überschätzt.
      Alles Gute Ihnen (und den vielen anderen MitstreiterInnen) in der Auseinandersetzung mit der internationalen Fleisch- und Agrarindustrie!
      Mit freundlichen Grüßen Peter Fuchs (PowerShift e.V.)

  2. http://power-shift.de/?p=721

    Hallo tonkinbankiva,

    unter o.g. Link findest Du eine von Powershift heausgegebene und an den Konsumenten gerichtete Auseinandersetzung mit den von dir angesprochen Themen. Ich habe mich leidenschaftlich um Unappetitlichkeit bemüht.

    Schöne Grüße
    Marcel Zienert
    Der Grafiker

  3. Pingback: Zu viele Umweltkonflikte – Recherche im Environmental Justice Atlas | Umweltgerechtigkeit - das Blog zur Klima-, Ressourcen- & Umweltgerechtigkeit

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